Know-how in der Rohr- und Muffenbearbeitung

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Einschneidend Von  Maxime Mader veröffentlicht am  12/04/2021
Know-how in der Rohr- und Muffenbearbeitung
Horn ermöglicht wirtschaftliche Bearbeitungslösungen innerhalb von API, GOST sowie Premiumverbindungen.

Durch die ständige Weiterentwicklung und mit dem gewonnenen Know-how ist es der Paul Horn GmbH gelungen, weltweit führende Maschinenbauer und Rohrhersteller mit kundenorientierten Werkzeuglösungen für die Rohr- und Muffenbearbeitungen zu überzeugen. Der Werkzeughersteller ermöglicht wirtschaftliche Bearbeitungslösungen innerhalb von API, GOST sowie Premiumverbindungen. Mit dem Fokus auf Anwenderfreundlichkeit erzielen die Werkzeuge im Bereich Handling, Standzeit und Kosten je Gewindeverbindung produktive Vorteile gegenüber anderen Lösungen. Horn realisiert mit dem eigenen Produktmanagement, welches sich aktiv mit der Entwicklung und der ständigen Optimierung von produktiven Bearbeitungskonzepten im Bereich OCTG beschäftigt, Standard- und kundenspezifische Werkzeuglösungen.

Für alle Maschinensysteme hat Horn das passende Werkzeugpaket im Programm, welches auf die Produktivitätsanforderungen der Anwender ausgerichtet ist. Die Werkzeugsysteme sind mit allen gängigen Maschinenschnittstellen wie VDI, Polygonschaft, Rundschaftaufnahmen bis hin zu direkt an den Revolver angeflanschten Lösungen verfügbar. Angepasst an den Automatisierungsgrad von Handbeladung bis hin zur vollautomatischen Fertigungszelle erfüllen die Werkzeuge zuverlässig die gestellten Anforderungen. Die Schraubenklemmung und die geschliffenen Spanformer der Systeme S117 und 315 ermöglichen, zusammen mit den abgestimmten Trägerwerkzeugen, eine geleitete Spanabfuhr bei der Muffen- und Rohrendenbearbeitung. Kostenintensive Einbauteile wie Spanbrecher und Unterlegplatten entfallen, was ein großes Einsparpotential bei der Werkzeugbeschaffung bewirkt. Die hohen Wechselgenauigkeiten beider Systeme, in Verbindung mit den auf die Bearbeitungsbedingungen abgestimmten Substraten und Beschichtungen der Schneidplatten, bewirken deutliche Verbesserungen der Leistung und der Standzeiten. Durch die hohe Wechselgenauigkeit der Präzisionsplattensitze können Werkzeugkorrekturen nach einem Schneidenwechsel reduziert werden.

Mit dem Fokus auf Anwenderfreundlichkeit erzielen die Werkzeuge im Bereich Handling, Standzeit und Kosten je Gewindeverbindung produktive Vorteile gegenüber anderen Lösungen. Quelle: Horn/Sauermann

Das System S117 ermöglicht beim Gewindeschneiden im Bereich API und GOST, aufgrund der hohen Zähnezahl der Schneide, die erforderliche Anzahl der Schnitte auf ein Minimum zu reduzieren. Das System 315 unterstützt eine deutliche Kostenoptimierung durch die drei nutzbaren Schneidkanten. Es eignet sich besonders für Premiumverbindungen, welche maximal ein bis drei Zähne je Schneidkante zulassen. Die Abstimmung des Werkzeugträgers an die Werkzeugschneide erhöht die Stabilität des Werkzeugsystems. Daraus resultiert die geringe Vibrationsneigung, was eine bessere Oberflächengüte, Präzision und Standzeit zur Folge hat.
Im Bereich der Line Pipes mit Profilen nach ANSI/API-5L gibt es bei Horn Werkzeuglösungen nach Kundenanforderungen zur Rohrendenbearbeitung, dem sogenannten Finishing. Die Fasköpfe ermöglichen Rohrenden mit einer Wandstärke von bis zu 50 mm zu bearbeiten. Integrierte Kopierrollen gleichen Fehler in der Rundheit aus. Die gefertigten Werkstücke erfüllen die Toleranzanforderungen der API.

Mit dem Trennfrässystem M101 bietet Horn ein speziell entwickeltes Werkzeug zur Rohrendenbearbeitung nach dem Walzen, zum Abtrennen von Analyseabschnitten sowie zum Konfektionieren von Rohren und Muffenstücken. Quelle: Horn/Sauermann

Mit dem Trennfrässystem M101 bietet Horn ein speziell entwickeltes Werkzeug zur Rohrendenbearbeitung nach dem Walzen und zum Abtrennen von Analyseabschnitten. Darüber hinaus findet das Werkzeug den Einsatz auch beim Konfektionieren von Rohren und Muffenstücken. Die selbstklemmenden Schneidplatten des Typs S101 mit Schneidbreiten ab 2 mm sorgen für eine hohe Wechselgenauigkeit, präzise Schnitte und kurze Bearbeitungszeiten.
Durch die hohe Fertigungstiefe, welche über die Rohlingsherstellung in der eigenen Hartmetallfertigung, die Schleiferei und Trägerfertigung bis hin zur Inhouse-PVD-Beschichtung geht, ermöglicht Horn kurze Lieferzeiten. Mit dem Greenline-System ermöglicht der Werkzeughersteller darüber hinaus auch Lieferzeiten innerhalb einer Woche, nach Zeichnungsfreigabe durch den Kunden, für begrenzte Stückzahlen. Des Weiteren steht Horn dem Anwender mit seinem Produktmanagement als Prozessberater und Lösungsanbieter zur Seite. Das Know-how von Horn bei der Bearbeitung von unterschiedlichen Werkstoffen reicht von leicht zerspanbaren J55-K55, L80 und P110 über Q125 bis hin zu hochlegierten Werkstoffen wie 13Cr oder 28Cr.
Aufgrund steigender Bohrtiefen und folglich aggressiverer Einsatzumgebungen nehmen die sogenannten CRA’s (corosion resitant alloys) einen Schwerpunkt in der Rohrherstellung ein. Bei diesen schwer zu zerspanenden Werkstoffen, die in HPHT (High Pressure High Temperature) Fields verwendet werden, ist die Bearbeitung eine echte Herausforderung. Für die daraus resultierende Aufbauschneidenbildung bei der Bearbeitung dieser sehr zähen Materialien ist das gesamte Know-how von Horn gefragt. Hier zahlen sich die langjährige Erfahrung und die hohe Fertigungstiefe aus. Durch die HiPIMS-Beschichtungstechnologie weisen die hauseigenen Beschichtungen IG3 und HS3 glatte Eigenschaften und eine hohe Warmfestigkeit auf. Die Werkzeuggeometrie, das Substrat und die Beschichtung sind auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmt.

PAUL HORN GMBH
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Maxime Mader

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