Auftragseingang um 12 Prozent gestiegen
Im zweiten Quartal 2026 stiegen die Auftragseingänge im deutschen Werkzeugmaschinenbau verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 12 Prozent. Nach einem Plus von 15 Prozent im ersten Quartal ergeben sich fürs erste Halbjahr 14 Prozent Zunahme. Die Inlandsbestellungen legten um 16 Prozent zu, die Aufträge aus dem Ausland um 13 Prozent.
Besonders dynamisch entwickelt sich die Luftfahrtbranche mit inzwischen 11 Prozent Anteil am Gesamtumsatz. Auch die Nachfrage aus Verteidigungs- und Elektronikindustrie sowie Medizintechnik wird positiv beurteilt. Schwieriger bleibt die Situation in der Metallbearbeitung und im Maschinenbau. Besondere Sorgen bereiten weiterhin die Automobil- und die Zulieferindustrie. Ihr Anteil am Gesamtabsatz der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie ist 2025 auf 23 Prozent gesunken.
Allerdings hinkt die Produktion von Werkzeugmaschinen dem Zuwachs im Auftragseingang hinterher. Sie liegt im zweiten Quartal um geschätzt 6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im ersten Halbjahr sank sie um 7 Prozent auf rund 5,9 Mrd. Euro. Die verbesserte Auftragslage dürfte sich jedoch demnächst in der Produktion bemerkbar machen. Zur Entwicklung sagt Bernhard Geis, Leiter Wirtschaft und Statistik im VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinen-fabriken): „Die Talsohle liegt hinter uns und die Aufwärtsentwicklung festigt sich.“
VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken)