Produktivität und Nachhaltigkeit schließen sich nicht aus

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Einschneidend Von  Maxime Mader veröffentlicht am  25/10/2022
Produktivität und Nachhaltigkeit schließen sich nicht aus
Fünf Schlüsselaspekte zum Erreichen von Klimaneutralität bei Zerspanungswerkzeugen.

Nach der Verpflichtung der KYOCERA Corporation zur Klimaneutralität, lautete die Maxime auf der AMB an der Optimierung technischer Möglichkeiten zu arbeiten, um die Produktivität zu steigern und gleichzeitig durch gemeinsame Bestrebungen einen Mehrwert zu schaffen. Einige der zahlreichen Messethemen befassen sich dahingehend u.a. mit Nachhaltigkeit und Fachkräftemangel. Gerade das vielzitierte letztere Themenfeld bedarf Einsparungen und adäquater Lösungen.

Die KYOCERA Gruppe präsentierte auf der Fachmesse AMB in Stuttgart eine Vielzahl von Zerspanungslösungen für die industrielle Bearbeitung und Fertigung. Darunter befinden sich neben Top-Innovationen für den Bau von Elektrofahrzeugen auch Lösungen für die Energieerzeugung (z.B. Windkrafttechnik). Zuverlässigkeit, Präzision und Vielseitigkeit stehen dabei im Fokus – ebenso das Thema Nachhaltigkeit: Kyocera achtet als Werkzeughersteller besonders auf den effizienten und schonenden Einsatz von Ressourcen in der Wertschöpfungskette. Zudem forciert das Unternehmen das Finden effizienterer Lösungen, z.B. durch Eruieren sparsamer Schnittwerte, Materialwechsel oder digitaler Lösungen, um nachhaltiger zu agieren.

Minimierung der CO2-Emissionen

Die KYOCERA Industrial Tool Group strebt langfristig eine Minimierung der CO2-Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich Zerspanungswerkzeuge an. Einzelne Schritte reichen dabei von Produktentwicklung über Beschaffung, Vertrieb, Verkauf, Bearbeitung, Ressourcenrückgewinnung und -wiederverwendung bis hin zur Entsorgung. Durch die sich stetig verändernde Welt sowie die einhergehenden neuen Herausforderungen erweitert das Unternehmen sein Portfolio an Werkzeugen und Dienstleistungen und verfolgt einen noch wirtschaftlicheren und nachhaltigeren Ansatz. Zudem senkt die Steigerung der Produktivität die CO2-Emissionen. Beispielsweise dient dazu ein CO2-Emissionsrechner. Das Tool berechnet das Einsparpotenzial bei der Bearbeitung durch die Auswahl des Werkzeugs und der einzelnen Parameter.

Stator-Gehäuse aus Aluminium mit mehreren Werkzeugen, die für das Erstellen eines solchen Gehäuses nötig sind (PDK-Stufen-Reibahlen; Ausbohrwerkzeuge; Fräser).

Hocheffiziente Bearbeitung zum Einsparen von Energie

Eine hochqualitative Bearbeitung mit neuen Werkzeuglösungen ermöglicht neue Denkansätze. Dadurch können beispielsweise versteckte Bearbeitungsfehler aufgedeckt, ausgemerzt und so Ressourcen eingespart werden. In diesem Zusammenhang liefert die Hochvorschubfräser-Reihe MFH seit Jahren weltweit immense Einsparungen in der Fertigung. Kyocera präsentierte auf der AMB ein aktualisiertes Line-Up mit Schnitttiefen von bis zu 2,5 mm. Kurzum bedeutet das eine enorme Produktivitätssteigerung durch die Entwicklung von Werkzeugen mit hohem Mehrwert. Auf der AMB könnten zudem Werkzeugportfolio-Erweiterungen für Komponenten der nächsten Generation und für umweltfreundliche Industriekomponenten betrachtet werden.

Verwendung der DX-Technologie

„Von einer Welt der Betrachtung nach der Bearbeitung zu einer Welt, in der wir Dinge vor der Bearbeitung sehen können“ – so lautet ein Zitat aus dem Kyocera-Hauptquartier in Kyoto im Hinblick auf die digitale Transformation. Zu realisierende Ziele dieser Transformation sind neben der Senkung der Bearbeitungszeiten auch die Optimierung der Bearbeitungsbedingungen, die Ermittlung von Bearbeitungsproblemen sowie das Ergreifen von Gegenmaßen im Voraus. Um diese Ziele in die Tat umsetzen zu können, bietet die DX-Technologie durch Ansalysetechnologien ein dynamischeres und nachhaltigeres Werkzeugangebot. Beispielhaft dafür steht der AI-basierte Verschleiß-Analyse-Assistent. Per Foto-Upload der Wendeschneideplatte wird dabei die Art des Verschleises ermittelt. Das Tool kommt in erster Instanz in japanischer Sprache und zeitnah auch in weiteren Sprachen auf den Markt.

Leichte Lösungen für Elektrofahrzeuge

Um mit den schweren Batterien der Elekrofahrzeuge eine große Reichweite und damit Attraktivität generieren zu können, ist eine umfassende Gewichtsoptimierung der Strukturbauteile unerlässlich. KYOCERA Unimerco bearbeitet seit Jahrzehnten mit speziell dafür entwickelten Werkzeugen für Bearbeitung in Aluminium mit geringstem Siliziumgehalt. So wird nicht nur Wirtschaftlichkeit und Maßgenauigkeit, sondern auch der Forderung nach geringster Gratbildung, insbesondere bei dünnwandigen Strukturen, Rechnung getragen. Kyoceras Standardwerkzeuge kommen hierbei auch als Sonderwerkzeuglösungen mit PKD-Schneiden zum Einsatz, die den hohen und strengen Anforderungen der Automobilindustrie entsprechen.

Frei kombinierbare Fächer sorgen für ausreichend Platz auf kleinstem Raum.

RE•NEW™ Programmerweiterung

KYOCERA Unimercos Konzept zur Werkzeugwartung bietet weit mehr als nur das Nachschleifen von Werkzeugen. Bereits in den 1970er Jahren etablierte KYOCERA Unimerco seinen ersten Nachschleifservice. Seit mehr als 15 Jahren bietet das Unternehmen diesen mittlerweile unter stetiger Perfektionierung an das aktuelle Niveau an. Mit dem Prädikat RE•NEW™ versehene Werkzeuge erbringen unter Garantie die gleiche oder sogar eine bessere Leistung als ein neues Werkzeug. Möglich sind damit Einsparungen von bis zu 75% der Bearbeitungskosten. Das retournierte Werkzeug wird dabei nicht nur die gleiche Qualität, sondern auch dieselben Leistungsmerkmale aufweisen. Ab Oktober 2022 wird es dann ebenfalls möglich sein, Hochleistungsbohrkronen jeder Größe des MagicDrill DRAs in der Ausführung GM zu überholen – schnell, einfach und natürlich unter dem Versprechen von RE•NEW™.

Toolmanagement

Eine effiziente Werkzeugverwaltung sorgt nicht nur dafür, dass der Werkzeugbestand rund um die Uhr auf dem aktuellsten Stand ist, sondern auch, dass Engpässe vermieden werden. Die flexiblen und gesicherten Industrieautomatenlösungen sorgen für die Vermeidung unnötiger Lagerbindung. Gleichzeitig wird dadurch jederzeit und überall ein Überblick über den Werkzeugverbrauch auf Mitarbeiterebene geschaffen. So können wiederum die Werkzeugkosten auf Abteilungen, Mitarbeiter/innen, Projekte und Maschinen beschränkt werden. Auch der Personaleinsatz zur Bestandsüberwachung kann damit minimiert oder gänzlich abgeschafft werden. Die jeweilige Industrieautomatenlösung ist dabei so konzipiert, dass das System automatisch nachbestellt, sobald der Mindestbestand erreicht wird. Des Weiteren wird durch geringeren Schwund und weniger veraltete Werkzeuge die Wirtschaftlichkeit im Betrieb erhöht. Ebenso ist das Verwalten von Nachschärfungen und Messwerkzeugen genauso möglich wie das Erstellen von „virtuellen Bausätzen“ (Zusammenstellung mehrerer Werkzeuge in einem Vorgang).

Die flexiblen und gesicherten Industrieautomatenlösungen sorgen für die Vermeidung unnötiger Lagerbindung.

KYOCERA UNIMERCO Tooling GmbH http://www.kyocera- unimerco.com
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