Technologische Führung anstreben
Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie erwartet fürs Jahr 2026 1 Prozent Zuwachs in der Produktion auf 13,7 Mrd. Euro. „Wesentliche Grundlage dafür ist die erwartete Erholung der Inlandsnachfrage“, begründet Franz-Xaver Bernhard die Prognose. Er ist Vorsitzender des VDW, Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken. Positive Effekte würden vom so genannten Sondervermögens der Bundesregierung erwartet.
Investiert werde damit in Infrastruktur, Verteidigung, Klimaschutz, Digitalisierung und Mobilität.
Damit die Branche wieder Fahrt gewinnen könne, müsse sie nach Ansicht des VDW alle verfügbaren Handlungsoptionen ausschöpfen. Neben Kapazitätsanpassungen seien das Auslandsproduktion, Diversifizierung der Märkte, Ausbau der Technologieführerschaft, Intensivierung der Forschungsaktivitäten und Rekrutierung exzellenter Mitarbeitender.
Lokal für lokale Märkte zu produzieren müsse in den Fokus rücken. So könne man am lokalen Marktwachstum partizipieren und auch Kostenvorteile realisieren. Dabei stünde Europa mit etwa der Hälfte der bisherigen Ausfuhren im Vordergrund. Mit Blick auf Kundenbranchen, wie Rüstungsindustrie, Flugzeugbau, Elektronik, Energie und Medizintechnik, ergäben sich vielversprechende Ansätze, Absatzmärkte zu diversifizieren.
Zudem müsse man mit Forschung & Entwicklung die technologische Führungsrolle vorantrieben. Innovationen werden vor allem durch Automatisierung, Produktivitäts- und Effizienzsteigerung sowie durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Fertigung vorangetrieben. E-Mobilität, digitale Transformation und Künstliche Intelligenz bieten dafür beste Chancen.
VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken)