Wieder aufwärts?
Nach Information des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt stiegen die Auftragseingänge im ersten Quartal 2026 um 15 Prozent. Allerdings seien Produktion, Exporte und Beschäftigung weiterhin rückläufig. Der Nahost-Konflikt führe zu höheren Unsicherheiten und Kosten und bremse damit die Investitionsbereitschaft.
Inland und Ausland trugen mit 18 bzw. 14 Prozent zum Auftragsplus bei. Punktuelle Aufträge und Projektgeschäfte spielen eine wesentliche Rolle. Eine breite Nachfrageerholung sei nicht erkennbar. Stabilisierend wirken weiterhin Service- und Retrofitgeschäft. Luftfahrt, Verteidigung, Medizintechnik und Elektronik entwickeln sich positiv, dagegen bleiben Metallbearbeitung und Maschinenbau sowie insbesondere die Automobil- und Zulieferindustrie schwach.
Die Produktion von Werkzeugmaschinen sank im ersten Vierteljahr um 11 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro. Der Inlandsabsatz sank um 13, der Export um 10 Prozentpunkte. Die USA behaupten sich als Wachstumstreiber (+8 Prozent), Europa gibt deutlich nach (-11 Prozent). Ausfuhren nach Asien sinken um 18, speziell nach China sogar um 32 Prozent. Indien erweist sich als besonders dynamischer Absatzmarkt und ist an dritte Stelle aufgestiegen. Mit einem Rückgang um
10 Prozent zeigt der Verbrauch an Werkzeugmaschinen in Deutschland die anhaltende Investitionsschwäche. Hiesige Unternehmen des Werkzeugmaschinenbaus waren zuletzt nur zu 73 Prozent ausgelastet. Einhergehend sank die Zahl der Beschäftigten um 9 Prozent verglichen zum Vorjahr.
VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken)